Mit 35 Mitarbeitern und 5 ­Bürohunden auf dem CAMPUS im Gebäude 19:

Croozer – Innovative Fahrradanhänger mit Herz und Verstand!

 

Interview (04/2020) mit Hanna Grau, ­Geschäftsführerin CROOZER GmbH


CROOZER steht seit 1993 für ökologische Mobilität und damit für die umweltfreundliche Alternative zum Auto. Als eine der führenden Marken für den Transport von Kindern, Haustieren und Lasten ist das Unternehmen unter der Geschäftsleitung von Hanna Grau, ­Stefan Grau und Markus Grill im April 2020 auf den ­euronova CAMPUS gezogen.

 

Welche Faktoren waren Ihnen bei der Auswahl eines neuen Standorts besonders wichtig?

CROOZER: Der Standort sollte modern, offen und „anders“ sein als übliche Büros. Offenheit, Transparenz und ein Wohlfühlcharakter waren für mich entscheidend. Völlig klar war, dass wir keine Einzelbüros mehr haben wollten und wir ein repräsentatives Büro brauchen, um auch mal Kunden, Partner oder Dienstleister einladen zu können.

Was versprechen Sie sich von dem neuen Standort und den dortigen Räumlichkeiten?

CROOZER: Eine ganz neue Erfahrung der Zusammenarbeit. Dass das Silodenken aufgelöst und die interdisziplinäre Zusammenarbeit gefördert wird. Ich verspreche mir einen deutlichen Zuwachs an Kreativität und Identifikation mit dem Unternehmen.

Bereits jetzt erlebe ich neues Engagement vonseiten der Mitarbeiter, sich „ihre Arbeitswelt“ so zu gestalten, wie es ihnen gefällt: das Gründen eines Büdchens und neuer Arbeitskreise, das Mitgestalten der Produktpräsentation auf der Fläche und vieles mehr zeigen mir, was schon lange in jedem schlummerte, aber in den alten Räumlichkeiten nicht umgesetzt werden konnte.

Croozer: Wie haben Sie es geschafft, aus einem „nackten“ ehem. TV-Studio eine Vision für Ihre Arbeitswelt zu entwickeln?

CROOZER: Ich persönlich habe mich sofort in die „nackte“ Fläche verliebt. Der industrielle Look mit Betonboden, hohen Decken und den Traversen ­haben mich sofort angesprochen. Der einzigartige Spirit hat zu meiner Vision einer neuen Arbeitswelt gepasst. Auch wenn ich nicht direkt vor Augen hatte, wie genau es aussehen soll, so war für mich sofort der Funke übergesprungen und ich wusste, dass wir die Fläche zu einer modernen, offenen Arbeitswelt umgestalten können.

Für die Ausgestaltung stand uns Projekt Rheinland und das Architekturbüro stanke interiordesign als professionelle Begleitung zur Seite, ohne die wir sicherlich niemals zu diesem tollen Bürokonzept gefunden hätten.

Was waren die zentralen Themen in Ihrem Konzept für die Innenraumgestaltung?

CROOZER: CROOZER sollte sich mit ihren Markenwerten und den Unternehmenswerten in der Bürofläche widerspiegeln. Offenes, transparentes Arbeiten sollte geschaffen werden. Abstimmungen innerhalb und zwischen den Teams sollten unkompliziert möglich sein (Silodenken aufbrechen). Den Wohlfühlcharakter am Arbeitsplatz fördern: Vereinbarkeit von Leben und Arbeiten. Möglichkeit für flexible Arbeitsplätze bieten.

Die Präsentation unserer Fahrradanhänger auf einer zentralen Fläche, um einen täglichen Bezug zu den Produkten herzustellen und auch Kunden, Partner sowie die Presse einladen zu können — für Schulungen oder Events. Nachhaltige und hochwertige ­Materialien waren uns wichtig. Daher haben wir exklusive Möbel, viel Holz und auch einen Baum eingesetzt. Ein Bistro und Loungebereich für ­ungezwungene ­Begegnungen und schnelle ­Abstimmungen sollte integriert werden. Denn wir halten den informellen Austausch am Arbeitsplatz für unglaublich wichtig, um zusammen zu wachsen und als Firma Teamgeist zu entwickeln. In den alten Räumlichkeiten waren wir als Firma durch zwei Etagen räumlich getrennt, sodass der Zusammenhalt nur in offiziellen ­Meetings oder gemeinsamen Events aufgebaut werden konnte.

Wie konnten Sie Ihre Mitarbeiter vom Umzug überzeugen?

CROOZER: Es ging darum, Neugier auf die neue Form der Zusammenarbeit zu erzeugen, was nicht schwer war. Da unser Unternehmen sich gerade in einem Generationenwandel zwischen meinem Vater und mir befindet, war der Umzug ein großer und wichtiger Schritt, um den Generationenwandel auch ­spürbar und erlebbar werden zu lassen. Die Mitarbeiter wurden von Anfang an in die Planung durch Workshops mit Projekt Rheinland und der Innenarchitektin mit ­einbezogen. Hier konnten Wünsche, Abstimmungswege und „No-Gos“ ohne Anwesenheit der Geschäftsführung kommuniziert werden. Am Ende muss ich jedoch sagen, dass sich die meisten auf den Umzug gefreut haben und sehr stolz sind, in so einem stylischen Büro arbeiten zu können. Verknüpft haben wir den Umzug auch mit der notwendigen Digitalisierung: Jeder Mitarbeiter hat einen Laptop, neue Bildschirme und ein Headset bekommen. Durch Internettelefonie und neue Softwarelösungen können wir nun von überall aus arbeiten, und das hat sicherlich auch einen Beitrag zur Motivation der Mitarbeiter geleistet.

Wie ist die Resonanz Ihrer Kunden zu Ihren neuen Räumlichkeiten?

CROOZER: Da wir bisher keinen direkten Kundenkontakt in den Räumlichkeiten hatten, kann ich dazu wenig sagen. Die Partner und Dienstleister, mit denen wir zusammenarbeiten, die uns bisher auf besucht haben, waren alle sehr begeistert und beeindruckt. Vielleicht auch ein wenig neidisch:-). Die Resonanz war durchweg positiv!

Croozer: Fühlen Sie sich wohl in Ihrer neuen Arbeitswelt?

CROOZER: Ich persönlich fühle mich sehr wohl, da die neue Arbeitswelt für mich zukunftsweisend ist und maßgeblich dazu beiträgt, sich mit ­CROOZER nach 25 Jahren Firmengeschichte nun in eine neue Ära zu begeben. Es macht mir große Freude, jeden Morgen nach Hürth zu kommen und sofort alle Mitarbeiter zu sehen und einen Überblick zu bekommen, wie die Lage ist. Oft stehe ich mitten im Studio am Baum und kann nicht glauben, dass das „mein“ CROOZER ist. Nun gilt es, die Klimasteuerung eines solchen Gebäudes zu lernen und sich auch an die neue Akustik zu gewöhnen – aber ich bin mir ­sicher, dass wir das super hinbekommen und noch lange glücklich und produktiv die Fläche in Hürth nutzen werden!

Euronova